Kreatives Brandenburg

Debatte über Brandenburgs Kulturpolitik nach Corona

Debatte über Brandenburgs Kulturpolitik nach Corona

Am Mittwoch, 9. Dezember 2020, fand die erste digitale Kultur-Konferenz in Brandenburg statt. Kulturministerin Manja Schüle hatte rund 100 Kultur-Akteure und Vertreter*innen von Kultur-Einrichtungen und -Verbänden aus dem ganzen Land zum Austausch geladen. Motto der Konferenz:  "Kultur hat Zukunft – Brandenburger Kulturpolitik nach Corona".

Die Ministerin machte deutlich, dass der Landesregierung durchaus bewusst sei, dass Corona und seine Auswirkungen "eine Katastrophe für die Kultur sind". Die Kultur werde daher seit Monaten mit Hilfsprogrammen und Stipendien unterstützt. Zudem sei man sich auf Regierungsebene einig, dass die Kultur-Orte "sobald möglich" als erste wieder zu öffnen.

Dass das aber nicht reicht, wurde bei der Konferenz deutlich. "Die heutige Kultur-Konferenz und die Kultur-Akteure haben mir gezeigt, dass wir mehr tun müssen. Dabei muss es darum gehen, Antworten auf zentrale Fragen zu finden.

  • Welche Systemrelevanz hat Kultur?
  • Wie wird sie im ländlichen Raum künftig aussehen?
  • Wie ermöglichen wir allen Menschen Zugänge zu Kultur?
  • Wie gelingt die digitale Herausforderung, was ist mit Nachhaltigkeit in kreativen Prozessen?
  • Was ist mit der sozialen Absicherung von Künstler*innen?"


, so Schüle. Und weiter: All dies seinen zwar keine neuen Fragen, "aber Corona hat den Transformationsbedarf wie unter einem Brennglas deutlich gemacht".

Deutlich wurde auch, dass ein Wandel nur gemeinsam gelingen könne. Daher ist die Konferenz als "ein Auftakt, ein Zeichen für Aufbruch" zu verstehen. In den beiden kommenden Jahren will das Kulturministerium zu einer Reihe von regionalen Konferenzen einladen, in denen "wichtige aktuelle und zukunftsweisende Themen und Herausforderungen der Brandenburger Kultur entwickelt und diskutiert werden".

"Wir stoßen einen Prozess an. Unser Ziel: Eine neue, gemeinsame Kulturstrategie für Brandenburg“, so die Ministerin. Auch für sie ist Kultur lebensnotwendig. Durch sie kämen Menschen zusammen, Diskursräume würden eröffnet und Kultur gibt Inspiration. "Kunst und Kultur produzieren nicht einfach schöne Dinge – sie stehen für elementare Überlebenskriterien in einer sich global und digital verändernden Welt: Für Bildung und Motivation, Kreativität und Flexibilität, Experimentier- und Risikofreude. Damit stehen sie für Zukunft wie kaum ein anderer Bereich – und Zukunft wird in Brandenburg gemacht".

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