Lockdown ab Montag trifft Kulturbranche hart
Ab dem kommenden Montag, 2. November 2020, treten deutschlandweit die neuen Beschlüsse zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Kraft. Ganz besonders hart treffen diese Maßnahmen die Kulturbranche. "Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, werden geschlossen", verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern.
Damit stehen Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen sowie Kinos vor erneut schweren, existenzbedrohenden Wochen. Bis Ende des Monats sind alle "Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen" untersagt.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, hatte im Vorfeld gesagt: "Die Corona-Pandemie bedroht uns alle und natürlich ist auch der Kulturbereich bereit, Einschränkungen hinzunehmen, wenn sie notwendig und verhältnismäßig sind".
Er fügte hinzu: "Sollte es wirklich unumgänglich sein, dem Kulturbereich einen nochmaligen Lockdown zu verordnen, kann das nur funktionieren, wenn die dadurch entstehenden Einnahmeausfälle kompensiert werden. Das gilt für die öffentlichen und privaten Kultureinrichtungen genauso wie für die vom Lockdown betroffenen Künstlerinnen und Künstler. Wir erwarten, dass die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder den Kulturbereich nicht im Regen stehen lassen."
Der Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder zum Nachlesen.