Gewinner von "Designpreis Brandenburg 2019" ausgezeichnet
Am Dienstagabend wurde der „Designpreis Brandenburg 2019“ verliehen. In vier Kategorien wurden Preise im Gesamtwert von 25.000 Euro vergeben. Ausgezeichnet wurden kreative Ideen, herausragend gestaltete Produkte und innovative Dienstleistungen.
Die Gewinner:
Kategorie Industriedesign
Auf den ersten Platz landete das Bombardier Designteam mit dem „ZEFIRO Express Triebzug“. Zweiter wurde Thilo Keller, dessen Projekt „The Foiling Dingby“ für die AST – Advanced Sailing Technologies GmbH das Segeln für jedermann erschwinglich machen soll. Drittplatzierter der Kategorie ist Stefan Restemeier mit „TheX“, einer grazilen, lichtstarken und flexibel einsetzbaren LED-Leuchte.
Kategorie Digital Services
Gewinner in dieser Kategorie ist die Christian Rühlmann & Moritz Wussow GbR. Ausgezeichnet wurde das „Kolula SUP“, eine personalfreie Verleihstation für Stand-Up-Paddleboards. Mit dem Nachwuchspreis „Young Professional“ wurde Mark-Jan Bludau von der Fachhochschule Potsdam mit seinem Projekt „Reading Traces“, eine Visualisierung von Theodor Fontanes Handbibliothek, ausgezeichnet.
Kategorie Produktdesign
Ein Hocker hat es in der Kategorie Produktdesign auf den ersten Platz geschafft. Clara Keseberg (in Zusammenarbeit mit Victoria Einrichtungen in Bad Belzig und der Sattlerei Mauer aus Treuenbrietzen) setzte sich mit ihrem Hocker-Design „TRAB“ durch. Ihr Entwurf verbindet traditionelle Handwerksberufe wie die des Tischlers, Sattlers und Drechslers und ist aus Naturmaterialien in einem einfachen Stecksystem gefertigt, hieß es.
Der „Blütentraum“ von Klaus-Peter Gust für die SIK-Holzgestaltungs GmbH schaffte es auf Platz zwei. Dahinter verbirgt sich ein Kinderspielplatz für die Firma „Pflanzen-Kölle“ in Heilbronn. Ebenfalls aufs Treppchen kam Alexandra Logemann mit dem umweltfreundlichen und alltagstauglichen Design „Foxy Baby Stoffwindeln“. Die Nachwuchswertung konnte Daniela Pusch von der Fachhochschule Potsdam mit einer autarken Wärmemöglichkeit für Körper und Raum ("Tone in stone warm matters") für sich entscheiden.
Kategorie Kommunikationsdesign
Brigitta Bungard überzeugte die Jury mit „Lebendige Bauten“; einem interaktiven Konzept, mit der die Sanierungsgeschichte der Schiffbauergasse kurzweilig erzählt wird. Und ein weiteres Mal wurde im Fontane-Jahr ein Projekt mit Bezug auf den großen Dichter ausgezeichnet. Zweitplatzierter wurde der Entwurf von Pierre Becker, der eine visuelle Identität für das Jubiläum „fontane.200“ für die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH geschaffen hatte. Drittplatzierter wurden das Unternehmen „Die Buchstabenschubser“. Die Designer Jan Gabbert und Ellen Stein hatten einen Erklärfilm zu „Bachs h-Moll-Messe“ für die Dauerausstellung des Bachhauses Eisenach entwickelt. Vanessa Wälzer erhält den Nachwuchspreis in dieser Kategorie für ihr Smartphone-basiertes Konzept "School is out", Medienkompetenz im Schulunterricht zu fördern.
Gutes Design ist unerlässlich
Bei der feierlichen Preisverleihung würdigte Staatssekretär Hendrik Fischer die Arbeit der kreativen Designer: „Mit 11.000 Beschäftigten ist die Designwirtschaft mittlerweile ein wichtiger Arbeitgeber im Land Brandenburg. Diese Kreativen sind es, die Produkten, Anwendungen und Dienstleistungen Gestalt verleihen. Gutes Design ist in vielen Bereichen unerlässlich und gerade die Digitalisierung setzt in diesem Bereich neue Maßstäbe“, erklärte er. „Gleichzeitig rückt die traditionelle Handarbeit wieder stärker in den Mittelpunkt. Dabei spielt oft auch der regionale Bezug eine wichtige Rolle. Regionale, handgefertigte Produkte stehen wieder hoch im Kurs. Gerade im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung sind sie für uns ein Stück Heimat und Identität. Für die Designwirtschaft ist das eine Entwicklung mit viel Potenzial.“
Vollständigen Artikel lesen