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Montagssalon: Kreative müssen lernen, auf Internetwelle zu surfen

So findet Google auch Ihre Website: Beim Montagssalon der Kreativagentur Brandenburg am 25. Februar 2019 hat Antonia Bahr aus Schildow über Suchmaschinenoptimierung referiert und dabei viele praktische Tipps gegeben, wie die eigene Webseite für Google und Co attraktiver wird. 15 Künstler und Kreative unterschiedlichster Sparten aus Ostprignitz-Ruppin und dem angrenzenden Landkreis Oberhavel sind gekommen, darunter eine Schauspielerin, eine Puppenmacherin, eine Musikerin, eine Schmuckdesignerin, eine Galeristin, drei Bildende Künstler, ein Konzertveranstalter und ein Fotograf. Vier Gäste aus dem nicht-künstlerischen Bereich wurden begrüßt, darunter der Betreiber eines Fitnessstudios, zwei Inhaber von Onlineshops sowie eine Beraterin. Die Vorbereitung und Moderation des Abends hatte erstmals das neue Duo aus Bernd Oeljeschläger und Oliver Numrich übernommen.Bernd Oeljeschläger und Oliver Numrich

Surfen lernen

Bill Gates soll folgende Erkenntnis geprägt haben: Das Internet ist eine Welle: „Entweder Du lernst darauf zu surfen, oder Du gehst unter.“ Mit anderen Worten: Auch für Künstler und Kreative ist wesentlich, das Internet richtig zu nutzen, da ihr Geschäft es ansonsten vermutlich schwer haben wird. Als wesentliche Erkenntnis kann an dieser Stelle festgehalten werden, dass jeder Betreiber einer Webseite sich im Vorhinein genau überlegen muss, welche Zielgruppe er ansprechen möchte und mit welchen Suchbegriffen seine potentiellen Kunden vermutlich operieren. Abgesehen von technischen und formalen Anforderungen  müssen die Inhalte der eigenen Webseite dann intensiv auf diese Suchparaphrasen abgestellt sein. Dabei sind es häufig nicht die fachlich korrekten Bezeichnungen oder kurz Schlagworte, sondern die umgangssprachlichen Wendungen und zum Teil halbe Sätze, mit denen die eigene Seite richtig positioniert werden kann. 

Einiges zu beachten

Welche Suchbegriffe von Internetnutzern häufig verwendet werden und welchen Wettbewerb es um bestimmte Suchtermini gibt, offenbart beispielsweise das kostenlose Online-Tool Ubersuggest unter www.neilpatel.com. Insgesamt spielen rund 200 Faktoren eine Rolle, ob die eigene Webseite nach einer entsprechenden Suchwortabfrage bei Google eher weiter oben oder weiter unten angezeigt wird.

Zu den technischen Bedingungen für eine gute Auffindbarkeit zählt, dass sich die Webseite an das genutzte Endgerät anpasst, also „responsive“ ist. Das bedeutet: Wenn zum Beispiel junge Leute mit einem Smartphone surfen, dann wird das Format der Seite automatisch verkleinert und an den schmaleren Bildschirm des Mobiltelefons angepasst.

Außerdem ist entscheidend, dass die Seite sehr schnell lädt! Google will seinen Nutzern möglichst genau das zeigen, was sie suchen, und zwar schnellstmöglich. Wenn eine Seite zu große Bilder oder verknüpfte Fremdinhalte enthält, die erst von externen Quellen abgeholt werden müssen, dann diskriminiert Google diese Seite, das heißt, sie wandert in der Ergebnisseite weiter nach unten. Doch 60% aller Klicks bei Google gelten der obersten angezeigten Position innerhalb der organischen Suche, auf Position klicken nur noch 15%, auf einen Link auf der zweiten Ergebnisseite nur noch 1%. Es ist daher entscheidend für das eigene Geschäft, auf der ersten Seite und möglichst auf Position 1 zu erscheinen. 

Kostenloses Google-Tool

Für Kreative, die vor allem vor Ort sichtbar sein wollen, hat Antonia Bahr noch einen besonderen Tipp bereit: Das ebenfalls kostenlose Google Tool „My Business“ von Google selbst. Das dient vor allem dazu, auf der Google-Ergebnisseite ortsgebundene Angebote von den ortsunabhängigen zu unterscheiden, wobei erste bevorzugt angezeigt werden. Wer also noch keinen Eintrag in diesem Verzeichnis hat, sollte das schnellstens unter https://www.google.com/intl/de_de/business/ nachholen! Für diejenigen, die mehr Unterstützung beim Einrichten und Optimieren der eigenen Webseite benötigen, bietet Antonia Bahr entsprechende Dienstleistungen zu fairen, transparenten Preisen unter netzgewinn.de an. 



Kommende Veranstaltung
Der nächste Montagssalon in Neuruppin findet am 25. März 2019 statt. Dann geht es um „Visual Thinking“, die Kommunikation mit Hilfe von Bildern. Referent ist der Coach und Spezialist für Visualisierung und bildhafte Kommunikation, Markus Querengässer. Der Veranstaltungsort steht noch nicht endgültig fest - alle Angemeldeten werden darüber informiert. 

Mehr Informationen und Anmeldung unter www.kreativagentur-brandenburg.de

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