Darstellende Kunst
Darstellende Kunst

Ob Schauspiel, Konzert, Oper, Kabarett, Tanz- oder  Puppentheater -  Brandenburgs Szene der darstellenden Künste ist vielseitig. 2016 gab es zwischen Prignitz und Lausitz knapp 120 Freie Theater, Festivals, Staats- und Stadttheater, Kabaretts und Amateurtheater. Publikumsmagneten unter den Spielstätten waren die Uckermärkische Bühne Schwedt, das Staatstheater Cottbus und das  Hans Otto Theater Potsdam. Bezogen auf Umsatz und Beschäftigung ist der zum ganz überwiegenden Teil von Einzelunternehmen geprägte Markt für darstellende Kunst der kleinste unter den elf Branchen der märkischen Kreativwirtschaft. Zur darstellenden Kunst gehören neben Theaterensembles, Kleinkunstbühnen, Dienstleistungen und selbständigen Bühnen- und Filmkünstlern auch Konzertveranstalter und der Kulturunterricht.

Die wegen ihrer Architektur weit über Brandenburg hinaus bekannteste Spielstätte des Landes ist das 2006 eröffnete fünfgeschossige Haupthaus des Potsdamer Hans Otto Theaters, das mit seinen schalenförmigen Dächern an das Opernhaus in Sydney erinnert. Zusammen mit seiner zweiten  kleineren Spielstätte, der „ Reithalle“,  konnte das Hans Otto Theater in der Spielzeit 2014/2015 rund  98 500 Besucher anlocken. Den stärksten Publikumsandrang einer märkischen Spielstätte registrierte allerdings die Uckermärkische Bühne Schwedt. Ihre Aufführungen verfolgten in der Saison 2014/2015 rund 114 300 Personen, das Staatstheater Cottbus kam auf 112 300 Besucher.

Die 27 Freien Theater des Landes besuchten in der Spielzeit 2014/2015 etwa 197 000 Brandenburger und ihre Gäste. Rund 38 000 Interessierte nahmen an Workshops und Kursen der Freien Theater teil.

Europaweit zu den wichtigsten Tanztheatern gehört die Fabrik Potsdam. Das Theater hat sich zum Ziel gesetzt, Tanz in seiner Vielfalt zu fördern und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Das Programm beinhaltet Tanzaufführungen, Workshops sowie Kurse für Laien und Profis. Höhepunkte sind jährliche Festivals wie „Made in Potsdam“, die „Potsdamer Tanztage“ und  Gastspiele mit thematischen Schwerpunkten und Produktionen von internationalen Tanzkompanien.

Die 1991 erstmals veranstalteten „Tanztage“ haben sich längst als internationales künstlerisches Highlight in Potsdam etabliert. Das Festival präsentiert zwölf Tage lang ein Spektrum verschiedener Tanztheaterformen. Teil des Festivals sind die Kinder- und Jugendtanztage, die Tanzaufführungen, Workshops und Musik für die ganze Familie anbieten.

Einen Namen als Experimentierbühne hat sich die Veranstaltungsreihe „Unidram“ in Potsdam gemacht. Von Bildertheater über Schauspiel und Tanz bis hin zu Performance und Figurentheater bietet es jungen Künstlern eine Plattform der Präsentation und des Austauschs.  Zu diesem 24. Internationalen Theaterfestival, das vom 30. Oktober bis 4. November 2017 in verschiedenen Spielstädten der Landeshauptstadt geplant ist, sind Künstlern aus dem In- und Ausland eingeladen, darunter aus Russland, Israel, Frankreich, Ungarn, Tschechien und den Niederlanden. In diesem Jahr sind viele Inszenierungen zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Zu dem Festival gehört auch ein umfangreiches musikalisches Rahmenprogramm.

Immer im Mai wird das T-Werk auf dem Gelände des Potsdamer Kulturzentrums Schiffbauergasse an einem Abend zum Zentrum der märkischen Theaterszene. Die „Lange Nacht der Freien Theater“ bietet dabei quer durch diverse Genres und Stile ein Überblick über die Bandbreite der Freien Spielstätten des Landes. In diesem Jahr wurde bereits zum 13. Mal ein Programm mit einem Mix aus Figuren- und Maskentheater, Tanz, Performance und Musik geboten.

Auf demselben Gelände richtet sich 2017 bereits zum vierten Mal in den Sommerferien unter dem Titel „WhatsArt“ ein breites Workshopangebot an Jugendliche. Ende Juli werden an fünf Tagen Kurse unter anderem zu Theater, Musik, Tanz, Akrobatik und Fotografie offeriert.

 

Quellen:
- Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
- Landesverband Freie Theater Brandenburg
- www.unidram.de

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