Kreatives Brandenburg

Kulturkonferenz: „Kreative Menschen mit einem großen Herz“

Kulturkonferenz: „Kreative Menschen mit einem großen Herz“

Am vergangenen Donnerstag fand die zweite landesweite Kulturkonferenz in Brandenburg statt, auf der an einer neuen kulturpolitischen Strategie des Landes gearbeitet wurde. Nachdem beim Auftakt im Dezember 2020 die Brandenburger Kulturpolitik nach Corona im Fokus stand, rückte dieses Mal in Potsdam für die rund „100 Kultur-Akteur*innen und Vertreter*innen von Kultur-Einrichtungen und -Verbänden aus Brandenburg“ eine weitere Zäsur auf die Agenda – der Krieg in der Ukraine.

Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle betonte in Potsdam explizit, wie sehr sie die „überwältigende Welle der Solidarität aus der Kultur mit Benefiz-Konzerten, Stipendien, Hilfstransporten und privaten Unterstützungsangeboten“ beeindruckt und versprach, „diesen großartigen Einsatz“ mit 120.000 Euro zu unterstützen.

Unter dem Motto ‘Kultur hat Zukunft‘ wurde zusammen mit der Ministerin zudem darüber diskutiert, welche Systemrelevanz Kultur hat, wie der Zugang zu Kultur allen Menschen ermöglicht werden kann und vor welchen digitalen Herausforderungen die Kultur steht. Auch die soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern war Thema. Einig war man sich, dass bei einer solchen Konferenz nicht alle Fragen beantwortet, nicht alle Probleme gelöst werden können.

Schüle zeigte sich jedoch erfreut, wie sich die kreativen Köpfe Brandenburgs den Herausforderungen stellen und trotz aller Schwierigkeiten in den vergangenen Jahren „neue Formate entwickelt, kreative Höchstleistungen vollbracht, sich gegenseitig unterstützt“ haben. Es sei deutlich geworden, dass Brandenburg „ein reichhaltiges und facettenreiches kulturelles Leben  und unzählige engagierte kreative Menschen mit einem großen Herz“ besitzt.

Die Ministerin betonte, dass „eine zukunftsfähige Kulturpolitik und Kulturförderung für das ganze Land nicht allein von Potsdam aus“ entwickelt werden könne. „Wandel gelingt nur miteinander“ und dafür müssen die „Regionen mit ihren Erfahrungen, Stärken und Bedarfen“ einbezogen werden, so Schüle.

Nach den nun zwei landesweiten und drei regionalen Konferenzen – in  Beeskow, Nauen und Schwedt – werden daher die Regionalkonferenzen in den kommenden Monaten fortgesetzt. „Die Kulturkonferenzen bilden die Grundlage für eine neue kulturpolitische Strategie des Landes. Der Prozess soll in der zweiten Jahreshälfte 2023 abgeschlossen werden“, heißt es in einer Mitteilung des brandenburgischen Kulturministeriums.

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