Märkische Allgemeine

Tänzer und Tänzerinnen in Existenznot

Zehn Monate ist der letzte Auftritt von Bianka Behrend her, dann kam der Corona-Lockdown. Seitdem warten die 46-jährige professionelle Balletttänzerin darauf, wieder auf die Bühne zu gehen. Oder doch nicht? Sie sei zwar "Künstlerin mit Leib und Seele", aber aktuell überlegt sie ernsthaft, sich beruflich umzuorientieren, hat sie der Märkischen Allgemeinen Zeitung verraten. Sie tanzt seitdem sie sechs Jahre ist, studierte Tanz an der Ballettschule der Oper Leipzig, fing am Brandenburger Theater an und ist aktuell als freiberufliche Ballerina bei der Kasmet Ballett Company und als Ballettlehrerin beim Wolfener Ballett-Ensemble auf Honorarbasis tätig. Mit dem Berufsverbot brach für sie ein "gesamter Lebensplan zusammen“, sie fühle sich derzeit "extrem nutzlos", erzählte Behrend. Sie als freiberufliche Tänzerin dürfe "nicht arbeiten, nicht einmal trainieren, bekomme aber keinerlei Entschädigung für [ihre] Verdienstausfälle". Und sie steht nicht alleine da. Es gebe vielen solcher Tänzerschicksale, bestätigte Inga Lehr-Ivanov, Leiterin der Kasmet Ballett Company in Brandenburg an der Havel, der MAZ.

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