Märkische Allgemeine

"Liebe Kollegen, es war vor Corona nicht anders"

In einem Interview mit der Märkischen Allgemeinen Zeitung berichtet die Sängerin Katharina Burges, wie es ihr in der Coronakrise geht und was der Lockdown für sie und ihre Arbeit bedeutet. Burges hat aufgrund der Einschränkungen, wie andere Kulturschaffende auch, vieles zurückstellen, Auftritte absagen und auf Einnahmen verzichten müssen. Doch neben all den Problem und Nöten kann sie für sich auch Positives in der Krise erkennen.

In dem Interview spart sie aber auch nicht mit Kritik an ihren Kollegen. So wundert sie sich vor allem darüber, dass viele in ihrer Branche anscheinend erst jetzt bemerken, dass für den Großteil der Gesellschaft "Kultur und Unterhaltung Luxus sind, den sich eine Gesellschaft leisten kann, aber nicht muss". Kultur sei ihrer Meinung nach in der Gesellschaft noch nie als systemrelevant angesehen worden. "Liebe Kollegen, es war vor Corona nicht anders", so Burges. Und jetzt, in Zeiten der Pandemie, gehe die Gesundheit nun mal vor.

Die aktuelle Debatte über den Stellenwert der Kulturszene in Zeiten der Pandemie und auch die Forderung nach mehr (finanzieller) Unterstützung für die Branche seitens der Politik, greife zu kurz und sei zudem nicht zielgerichtet. Es müsse vielmehr darum gehen, "Kultur und Kulturbegeisterung grundsätzlich als festen Bestandteil unserer Gesellschaft zu etablieren".

Burges vermutet, dass sie sich mit ihrer Meinung nicht viele Freunde in der Branche machen wird, sie ist aber der Überzeugung, dass es Zeit sei, "einen Perspektivwechsel öffentlich zu fordern oder wenigstens zu wünschen".

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