Kreatives Brandenburg

Erste Wiepersdorf-Stipendien 2020 vergeben

Erste Wiepersdorf-Stipendien 2020 vergeben

Das Künstler- und Stipendiatenhaus Wiepersdorf wird ab Juni 2020 wieder als Residenz für mehrmonatige Arbeitsaufenthalte von Künstlerinnen und Künstlern der Sparten Bildende Kunst, Komposition, Literatur sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland geöffnet. Grundlage ist ein neu entwickeltes Konzept, dass von der am 1. Juli 2019 gegründeten Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf getragen wird. Für den Betrieb des Hauses stellt das Land Brandenburg ab sofort jährlich rund 720.000 Euro bereit. Zusätzlich finanziert das Land die Aufenthaltsstipendien - in diesem Jahr mit 90.000 Euro.

In der ersten Jury-Sitzung nach Gründung der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf wurden 14 KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen aus knapp 200 Bewerbungen aus dem In- und Ausland ausgewählt, die ab Juni oder September 2020 ein jeweils dreimonatiges Stipendium in Schloss absolvieren werden. Darunter auch der Potsdamer Komponist Alex Nowitz und der in Cottbus geborene Künstler Phillip Zach.

Literatur: Lina Atfah, Suki Kim und Jan Snela
Wissenschaft: Maxie Fischer, Tobias Teutenberg und Hagen Verleger
Bildenden Kunst: Gerry Bibby, Gülsüm Güler, Heidi Sill und Phillip Zach
Komposition: Elvira Garifzyanova, Tatiana Gerasimenok, Adrian Kleinlosen und Alex Nowitz

Weitere rund 10 Stipendien für 2020 werden von Dritten bereitgestellt, die Auswahl erfolgt später, teilte Brandenburgs Kulturministerium mit.

Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle war erfreut, dass das "Künstler- und Stipendiatenhaus der Kulturstiftung Schloss Wiepersdorf aus seinem Dornröschenschlaf" erwacht. Das Schloss Wiepersdorf sei mit seiner Kunst- und Kultur-Geschichte, die von der Romantik bis in die Gegenwart reicht, "ein besonderer Ort – mit einer Strahlkraft, die weit über Brandenburg hinausreicht". Eindrucksolle Zeugnise davon seien die Schriftstellerinnen Olga Tokarczuk und Swetlana Alexandrowna Alexijewitsch, die beide Wiepersdorf-Stipendiatinnen waren und später jeweils den Literaturnobelpreis gewannen: Swetlana Alexandrowna Alexijewitsch im Jahr 2015, Olga Tokarczuk 2019. 

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