Kreatives Brandenburg

Kunst in Brandenburg soll sichtbarer werden

Kunst in Brandenburg soll sichtbarer werden

"Das Rotkäppchen", aufgestellt von der Bildhauergruppe "Inges Idee" (2011) an der Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee.

Kunst soll im Alltag in Brandenburg sichtbarer werden. Seit dem 1. Januar 2019 gilt eine neue Richtline für "Kunst am Bau". Das Land Brandenburg erachtet es als Aufgabe des Landes, zeitgenössische bildende Kunst zu fördern.

Bei kommenden "Großen Neu-, Um — und Erweiterungsbauten des Landes" werden demnach "Leistungen zur künstlerischen Ausgestaltung (Kunst am Bau) an bildende Künstlerinnen und Künstler vergeben, soweit Zweck und Bedeutung der Baumaßnahmen dies rechtfertigen"

Ausdrücklich sind "alle dauerhaften Ausdrucksformen der bildenden Kunst" zu berücksichtigen, heißt es aus dem federführenden Finanzministerium. "Vorfestlegungen auf bestimmte Kunstgattungen sind zu vermeiden", steht in der Richtlinie. Es gehe darum,"die bildenden Künstlerinnen und Künstler, besonders auch im Land Brandenburg" zu unterstützen. Das Land Brandenburg leistet "so einen öffentlichen Beitrag zur Pflege der bildenden Kunst“, erläuterte Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski .

Zudem versuche man mit den einzelnen Projekten und Kunstwerken "Aufmerksamkeit und Akzeptanz in der Öffentlichkeit für Landesneubauten" zu wecken. Den Bauten soll "ein zusätzliches Profil" gegben werden und somit auch "die Identifikation der Nutzer mit ihrem Bauwerk  stärken“.

Wie Kunst am Bau aussehen und funktieren kann, zeigt das Beispiel "Das Rotkäppchen“ der Künstlergruppe „Inges Idee“ auf dem Campus Griebnitzsee der Universität Potsdam. Auf dem Gelände wurden 2011 drei überlebensgroße Rotkäppchen-Figuren freigestellt, allein, ohne den „Bösen Wolf“. Das „Böse“ ist nicht fassbar, ihm fehlt die konkrete Gestalt. Das Kunstwerk schafft so einen Bezug zu der "problematischen Geschichte des Gebäudes während der zwei vergangenen Diktaturen", heißt es seitens des Finanzministeriums.

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