Kreatives Brandenburg

Montagssalon, Drittes Date 26. März 2018

Kartenspiel mit Leuchte

Montagssalon, Drittes Date	26. März 2018

Die Verlockung, sich über Themen und Projekte aus dem eigenen Kreis auszutauschen, führte die Teilnehmer des dritten Montagssalons ins Neuruppiner Predigerwitwenhaus.   

Romy Rohling enthüllte sie vorsichtig, die Fontaneleuchte. Lächelnd erzählte die Innenarchitektin deren Geschichte vom Entwurf bis zum ersten Modell. Sie schwärmte vom Material und den Spielarten des Designs. Die anwesenden Augenzeugen sahen die Leuchte in der Vorstellung bereits zur Lichtskulptur arrangiert. Während die romantische Wirkung des Objekts nicht kalkuliert schien, waren es die Überlegungen zu Produktionskosten, anlassbezogener Herstellung und Vertriebsmöglichkeiten durchaus. Aus der Runde nahm Romy Rohling Fragen und konstruktive Kommentare auf. 

 

Diese Kultur der Neugier und der gegenseitigen Bestärkung etablierte sich bereits in den ersten beiden Salons im Sinne der Agentur. Sie motivierte auch die Malerin Alexandra Weidmann. Sie thematisierte ihre Skepsis an der Anfertigung von Druckerzeugnissen. Hätte sie nicht eine Auswahl ihrer hochinteressanten Motive präsentiert, wären die Zweifel wohl gestiegen. Kaum einer hielt Reproduktionen für wirtschaftlich, doch niemand wollte sie aufgeben. Karten, Kataloge und Kalender fungierten als Visitenkarten und Werbeträger. Sie dienten der Dokumentation von Ausstellungen und Werkzyklen. Ein weiterer Nutzen ergäbe sich, wenn der Transfer der Abbilder in digitale Räume gelänge, z.B. mit QR-Codes.   

 

Spontanität erwies sich an diesem Abend als Quelle für Kreativität. Auch als Max-Otto Stoye einen Überraschungsimpuls anbot. Er blätterte seine Karikaturen hin wie Alexandra Weidmann eben noch ihre Karten. Gleichzeitig gab er in einem von Jens Kanitz initiierten High-Speed-Interview Auskunft über seinen Schaffensprozess. Die Patchwork-Tafel nahm währenddessen das Aussehen eines Basars an. Von einem solchen war Jens Kanitz gerade zurückgekehrt. Er berichtete von seinem ersten Besuch der Leipziger Buchmesse und verglich sie mit den ihm vertrauten Kunstmessen. In Leipzig empfand er Lebendigkeit und Kontaktfreude. Kunstmessen hatte er im Gegensatz dazu oft als elitär und autoritär erlebt.

 

Nach der rasanten Debatte schlug Helga Förster ihre Mappe auf, um 15 ihrer Gedichte taktvoll zu rezitieren, was die Teilnehmer in Nachdenklichkeit versetzte. An der Decke hing an diesem Montag die neueste Schöpfung des Marionettenspielers Hans Serner: ein Fontane mit den Taschen voller Bücher und Sympathie. Die Atmosphäre im Predigerwitwenhaus hatte Andrea Gramoll schon zu Beginn begeistert. Zum Abschluss ermutigte sie die Akteure, ihre Projekte zu professionalisieren. Sie lud ein, dafür das Coaching-Angebot der Agentur zu nutzen.

 

Brandenburger Agentur für Kultur und Kreativwirtschaft

Anlaufstelle Nordwest-Brandenburg
Predigerwitwenhaus Neuruppin
Fischbänkenstraße 8, 16816 Neuruppin
Ansprechpartner: Jens Kanitz, jens.kanitz@kreativagentur-brandenburg.de

rss

Schon gelesen?

schließen
schließen