Kreatives Brandenburg

POPUP Kongress 2018 zeigt: unsere Musikszene ist am Start

POPUP Kongress 2018 zeigt: unsere Musikszene ist am Start

Potsdam, 26. März 2018: Nach zwei Tagen vollem Programm rund um das Thema Popularmusik endete der POPUP Kongress 2018 Freitagnacht mit den POPUP Night-Konzerten im Casino der FH Potsdam. Mit über 55 Speaker*innen, 25 Veranstaltungsformaten und rund 200 Akkreditierungen war die Veranstaltung für die Organisator*innen ein voller Erfolg.

„Wir freuen uns sehr, dass der POPUP Kongress weit über die Landesgrenzen hinaus seine Kreise gezogen und Teilnehmer*innen aus der ganzen Bundesrepublik zu uns gelockt hat.“,
so Projektleiterin Franziska Pollin. Die Hauptintention des vom MWFK und der Initiative Musik geförderten Kongresses bestand darin, die Belange der Brandenburger Popularmusikszene
auf den Tisch zu bringen und mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft in einen Dialog zu treten. Das Credo: Miteinander statt aneinander vorbei!

Was sich nach den zwei Tagen mit Sicherheit sagen lässt: mit dem POPUP Kongress wurde eine starke Plattform für Diskussion, Vernetzung und Partizipation geschaffen. Die sechs Themenschwerpunkte Live, Bildung, Impact, Medien, Verwertung und Kooperation sorgten dafür, dass jeder Player der Musikbranche das passende Podium für sich fand. Auf den Panels kamen spannende Themen zur Sprache: die Relevanz von Popularmusik in unserem Bildungssystem, die Frage, was passieren muss, damit Brandenburg musikalisch mehr im Radio abgebildet wird oder die Frage, wie sich gemeinsam mit Bevölkerung und Verwaltung ein Festival aufbauen lässt. Die hochkarätig besetzen Podiumsdiskussionen brachten viele interessante Einblicke, sowohl künstlerisch und wirtschaftlich, als auch auf kulturpolitischer Ebene.

Besonders aufmerksamkeitsstark war das Panel „„Landflucht und Stadttod – Räume reservieren und Menschen stärken“. Diskutiert wurde über brennende Raumfragen in Stadt und Land: Wie geht man im ländlichen Umfeld mit dem Wegzug und dem Risiko gesellschaftlicher Verödung um? Was tun in den Städten, wo bezahlbare Räume für Kreative und Musiker*innen zur Mangelware werden?

Auch das Panel „Wer soll das zahlen? Popkultur- und Kreativwirtschaftsförderung in Brandenburg“ fand unter den Fachbesuchern großen Anklang und wurde intensiv
diskutiert.

Nach Ende des Fachprogramms ging es am Freitag bis tief in die Nacht hinein im Casino FHP weiter. Mit Musik „Made in Brandenburg“ von Im Modus, Wanubalé, Acrepearls und Galaxaura.

Die positive Resonanz bestätigt die Macher*innen des POPUP Kongress 2018 einmal mehr in ihrer Arbeit. Was ihnen jetzt am Herzen liegt ist, dass die Energie des Branchentreffens wirklich etwas bewegt. Die Themen der Brandenburger Fachkonferenz für Popularmusik haben viele neue Konzepte und Ideen hervorgebracht, die es jetzt mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft weiter zu diskutieren gilt.

Stimmen der Teilnehmer:
Imke Machura, Raketerei:
"Ich war das erste Mal auf dem POPUP Kongress ins Potsdam und begeistert, dass bei der Besetzung der Panels darauf geachtet wurde, dass die Musikbranche nicht unter sich blieb, sondern das die Politik mit einbezogen wurde. Das hat die Gespräche und Diskussionen lebhaft und spannend gestaltet.“

Bernd Strieder, Verband für Popkultur in Bayern e.V.:
„Der POPUP Kongress hat es mir ermöglicht, mich weiter zu vernetzen, Kontakte zu knüpfen und mich mit den Kollegen_innen auszutauschen. Als stellvertretender Landesgeschäftsführer des Verbands für Popkultur in Bayern e.V. ist es für mich unheimlich spannend zu sehen, wie die brandenburgische Popularmusikszene aufgestellt ist. Das der Ministerpräsident die Schirmherrschaft übernommen hat, sehe ich als sehr positives Signal und ich wünsche den Musikschaffenden hierzulande, dass die finanziellen Mittel bereitgestellt werden, um die nötigen Strukturen aufzubauen. Gerade die Arbeit im ländlichen Raum benötigt einen enormen zeitlichen Aufwand.“

Quelle: Franziska Pollin, Projektleitung POPUP Kongress
Foto: ©Robert Kujas, Eskayarts

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