Kreatives Brandenburg

Power für die Kreativen

Fördertag von Wirtschaftsministerium und Investitionsbank für die Branche

Power für die Kreativen

Mit mehr als 27 500 Erwerbstätigen ist die Kreativwirtschaft Brandenburgs ein wichtiger Wirtschaftsfaktor des Landes. Doch die Förderprogramme sind in den überwiegend kleinstrukturierten Unternehmen oftmals noch zu wenig bekannt. Um das zu ändern, haben die Investitionsbank Brandenburgs (ILB) und das Wirtschaftsministerium am 10.Oktober erstmals einen Fördertag Kreativwirtschaft veranstaltet.  

Vor rund 100 Teilnehmern sagte der ILB-Vorstandsvorsitzende, Tillmann Stenger, die Hauptstadtregion werde weltweit als kreative Metropole wahrgenommen. „Die Kombination von Medien, Kreativität und Lebensqualität verleiht Berlin-Brandenburg ein einzigartiges Profil.“ Ziel der Förderbank sei es auch, die Digitalisierung in der Kreativwirtschaft voranzubringen. Für die entsprechenden Förderprogramme BIG Digital und BIG Transfer hat die ILB in diesem Jahr bereits 32 Anträge mit einem Volumen von insgesamt mehr als 260 000 Euro bewilligt.

Wirtschafts-Staatssekretär Hendrik Fischer nannte die Branche einen „Brückenkopf“ zur Industrie. „Sie gibt den produzierenden Unternehmen neue Ideen und Impulse und stößt damit neue Investitionen an.“ In Unternehmen dieser Branche mit durchschnittlich drei Erwerbstätigen bleibe aber kaum Zeit für Themen wie Organisation und Entwicklungen. Da solche Fragen aber entscheidend seien für die Positionierung am Markt, habe das Land entsprechende Unterstützungsangebote entwickelt.   

Breiter Überblick über die brandenburgische Förderkulisse

Experten der ILB gaben den Besuchern anschließend einen breiten Überblick über die brandenburgische Förderkulisse zur Gründung und Entwicklung von Unternehmen, Digitalisierung und Qualifizierung. Nach den Fachvorträgen konnten sich die Teilnehmer beraten lassen und Kontakte untereinander knüpfen. Hier eine Zusammenfassung der vorgestellten Programme:

Der Mikrokredit Brandenburg eignet sich für Existenzgründer und junge Unternehmen in den ersten zehn Jahren nach Gründung oder für die Übernahme anderer Unternehmen. Ein klassisches Zuschussprogramm ist Gründung innovativ. Gefördert werden Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Wirtschaftsgüter, wie Softwareprogramme, und Personalausgaben.  

Für größere Investitionen hält die ILB einen Frühphasenfond für Unternehmen bis zu sechs Jahren nach Start der Geschäftstätigkeit bereit. Voraussetzung ist eine innovativ-technologische Ausrichtung. Für die Markterschließung im Ausland und den Besuch internationaler Messen fördert die ILB Beratungsleistungen, Studien für Zielmärkte und Personalkosten für Experten zur Markterschließung.

Um ihre Innovationsfähigkeit zu verbessern bietet die Förderbank kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Handwerksbetrieben Brandenburgische Innovationsgutscheine (BIG) an. Unterstützt werden damit der Technologietransfer von wissenschaftlichen Einrichtungen zu Unternehmen (BIG-Transfer),  kleinere Forschungs- und Entwicklungsprojekte (BIG-FuE), die Beteiligung Brandenburger Unternehmen an EU-Fördermaßnahmen (BIG-EU) und seit Mai dieses Jahres BIG-Digital. Mit ProFIT Brandenburg zielt ein weiteres Programm auf die Förderung von Forschung, Innovation und Technologien in KMU oder im Verbund mit Forschungsinstitutionen.

Hilfen für Unternehmen der Kultur und Kreativwirtschaft bieten oftmals auch  Netzwerke. Deshalb wurden auch die Rahmenbedingungen für Netzwerkförderungen vorgestellt. Erfolgreiche Netzwerke in der Branche sind beispielsweise der Verein SIBB als Interessenverband der IT- und Internetwirtschaft Akteure in Berlin und Brandenburg, der Kontakte über die Branchengrenzen hinaus herstellt.

Eine Plattform zur branchen- und länderübergreifenden Vernetzung der Medienwirtschaft ist media.connect, der Verein Virtual Reality Berlin Brandenburg fördert die Technologien Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) und der Verband der Automobilzulieferer von Berlin und Brandenburg organisiert das Netzwerk proProd. Weitere Netzwerke sind Gesundheits- und Wellnesstourismus im Land Brandenburg sowie Moderne Kraftwerkstechnik.

Spezielle Förderung für Kultur und Kreativwirtschaft

Seinen Unternehmen der Kultur und Kreativwirtschaft greift Brandenburg zudem mit einer neuen Förderung unter die Arme. Ziel ist es, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Wachstumsdynamik von Unternehmen zu erhöhen. Dazu werden auch Kooperationen von Unternehmen, gemeinsame Produkte sowie gemeinsames Marketing unterstützt.  

Die Brandenburger Agentur für Kultur und Kreativwirtschaft wird von  November an Beratungs- und Coaching-Leistungen für Unternehmen dieser Branche an fünf Standorten Brandenburgs anbieten. Die Agentur soll auch helfen, Netzwerke und Kooperationen von Akteuren der Branche zu schaffen sowie neue Absatzmärkte, Geschäftsideen und Produkte zu entwickeln.

Weitere Informationen sowie die Präsentationen zu den einzelnen Themen unter folgendem Link.

Quelle: Manfred Rey

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